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Immobilien­finanzierung — solide planen statt nur hoffen.

Eigenkapital, Tilgung, Zinsbindung, Erwerbsnebenkosten: Wer kauft, sollte vorher rechnen — und zwar nicht nur „die Rate, die geht schon". Auf dieser Seite finden Sie einen Kaufpreis-Rechner, einen Zinsrückblick 2000–2026 und die wichtigsten Punkte, die beim Hauskauf finanziell entscheidend sind.

Wichtiger Hinweis: Liebig Immobilien erbringt keine Finanzierungsberatung und keine Vermittlung von Darlehensverträgen im Sinne von § 34 i und § 34 c GewO. Die folgenden Inhalte sind allgemeine Informationen zum Thema Immobilien­finanzierung — keine individuelle Beratung, keine Empfehlung eines bestimmten Produkts. Für Ihre konkrete Finanzierung ziehen Sie bitte unabhängige Finanzierungs­berater oder Ihre Hausbank hinzu.

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Eigenkapital — wieviel ist sinnvoll?

Eigenkapital ist die wichtigste Stellschraube jeder Immobilien­finanzierung. Es entscheidet über den Zinssatz, die monatliche Rate und darüber, ob Ihre Bank das Vorhaben überhaupt mitmacht.

Faustregel aus der Praxis:

  • Mindestens 100 % der Erwerbsneben­kosten — also Notar, Grundbuch, Grunderwerb­steuer und ggf. Maklerprovision. In Hessen sind das schnell 9–12 % des Kaufpreises. Diese Kosten finanziert keine Bank gerne mit.
  • 10–20 % auf den Kaufpreis — als zusätzliches Polster für bessere Konditionen. Bei 100 %-Finanzierung des Kaufpreises gibt es zwar Angebote, aber mit deutlichem Zinsaufschlag.
  • Liquiditätsreserve nicht vergessen — mindestens drei bis sechs Monats­einkommen sollten nach dem Kauf liquide bleiben. Reparaturen, Möbel, ein Jobwechsel kommen — die Frage ist nur wann.

Wer mit weniger Eigenkapital kauft, zahlt das über Jahre in höheren Zinsen zurück. Wer mit deutlich mehr Eigenkapital kauft, bindet Geld, das auch anderswo arbeiten könnte. Die persönliche Balance gehört in ein Gespräch mit einem unabhängigen Finanzierungs­berater — nicht zu uns als Makler.

Hinweis: Liebig Immobilien erbringt keine Finanzierungs­beratung und vermittelt keine Darlehens­verträge. Die genannten Werte sind allgemeine Marktbeobachtung, keine individuelle Empfehlung.

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Finanzierungs­zertifikat — vor der ersten Besichtigung

In einem angespannten Immobilien­markt — und das ist Rhein-Main fast immer — ist das Finanzierungs­zertifikat Ihr wichtigstes Werkzeug. Es ist eine schriftliche Bestätigung Ihrer Bank oder Ihres Finanzierungs­beraters, dass eine Finanzierung in einer bestimmten Höhe grundsätzlich möglich ist.

Warum es vor der Besichtigung gebraucht wird:

  • Sie verlieren sonst Zeit. Besichtigungen, Notarverhandlungen, Wochen der Vorfreude — und am Ende kein Darlehen. Wer ohne Zertifikat in den Markt geht, verbrennt Energie.
  • Verkäufer nehmen Sie ernst. Bei mehreren Interessenten gewinnt nicht der höchste Preis, sondern die sichere Finanzierung. Ein Zertifikat ist Ihr Eintritts­ticket in die engere Auswahl.
  • Sie sind verhandlungsfähig. Mit klarem Budget treffen Sie schneller Entscheidungen — und können bei attraktiven Objekten innerhalb von Tagen handeln, nicht Wochen.

Ein erstes Finanzierungs­zertifikat ist meist kostenfrei, gilt einige Monate und lässt sich später konkretisieren, wenn ein Objekt gefunden ist. Wir bitten unsere Kaufinteressenten in der Regel um eine Eigenkapital­bestätigung oder ein Zertifikat vor der ersten Innenbesichtigung — aus Respekt vor allen Beteiligten.

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Kaufpreis-Rechner — Ihre monatliche Rate

Geben Sie Kaufpreis, Eigenkapital, Zinssatz und Tilgung ein. Der Rechner zeigt Ihnen die Erwerbs­nebenkosten in Hessen, den nötigen Darlehensbetrag und die monatliche Rate. Eine vereinfachte Annäherung, keine verbindliche Finanzierungs­berechnung.

Monatliche Rate
1.890 €
Zinsanteil 1.140 € · Tilgungsanteil 750 €
Darlehensbetrag
360.000 €
Gesamtkosten
510.300 €
EK-Quote (auf Gesamt)
17,6 %
Schuldenfrei (ca.)
28 Jahre
Erwerbsneben­kosten (Hessen)
Grunderwerb­steuer (6,0 %)27.000 €
Notar & Grundbuch (≈ 2,0 %)9.000 €
Maklerprovision (3,57 %)16.065 €
Summe Nebenkosten52.065 €

Vereinfachte Annuitäten­rechnung mit konstantem Zinssatz und gleichbleibender Rate. Tatsächliche Konditionen, Sondertilgungen, Anschluss­finanzierung und individuelle Bankaufschläge bleiben unberücksichtigt. Ergebnisse sind eine grobe Orientierung — keine Zusage und kein Finanzierungs­vorschlag.

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Mehrere Banken vergleichen — fast immer

Der häufigste teure Fehler bei der Finanzierung: nur bei der eigenen Hausbank fragen. Die Konditionen einer einzigen Bank sagen wenig über das Marktniveau aus — und schon 0,3 Prozentpunkte Zinsunterschied bedeuten bei 400.000 € Darlehen über 15 Jahre einen fünfstelligen Mehraufwand.

Was eine seriöse Vergleichsrunde aussieht:

  • Mindestens drei bis fünf Angebote — Hausbank, eine zweite Filialbank, eine reine Online-Bank und ein unabhängiger Finanzierungs­berater, der seinerseits auf hundert oder mehr Bankpartner zugreift.
  • Identische Eckdaten — gleicher Kaufpreis, gleiches Eigenkapital, gleiche Zinsbindung, gleiche Tilgung. Anders sind Angebote nicht vergleichbar.
  • Effektivzins, nicht Sollzins — der Effektivzins enthält Bearbeitungs­gebühren, Schätz­kosten und andere versteckte Posten. Banken werben gerne mit Sollzins, der Effektivzins ist der ehrliche Maßstab.
  • Sondertilgungs­rechte und Tilgungs­wechsel — kosten häufig keinen Zinsaufschlag, machen die Finanzierung über die Jahre aber deutlich flexibler.

Regional gut etablierte Adressen in Rhein-Main sind unter anderem Sparkasse Darmstadt, Volksbank Darmstadt Mainz, Naspa, Targobank, ING-DiBa, DKB, Commerzbank sowie freie Finanzierungs­berater. Die Liste ist nicht vollständig und keine Empfehlung — sie zeigt nur, wie breit der Markt ist.

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Zinsrückblick 2000–2026 — die lange Linie

Der historische Verlauf der Bauzinsen zeigt: Die Niedrigzins­phase 2014–2021 war kein Naturgesetz. Wer heute eine Finanzierung kalkuliert, sollte den langen Bogen kennen — und mit moderaten, nicht historisch tiefen Zinsen rechnen.

Zinsen für 10-jährige Baufinanzierung (effektiv, Marktdurchschnitt)
Effektivzins p. a. — typischer Durchschnitt für 10 Jahre Zinsbindung, 80 % Beleihungs­auslauf
8 % 6 % 4 % 2 % 0 % ≈ 5,6 % (2000) ≈ 5,0 % (2008) ≈ 1,7 % (2015) Tiefpunkt ≈ 0,9 % (2021) Zinsschock 2022/23 ≈ 3,3 % (2026) 2000 2005 2010 2015 2020 2025
Quellen: Marktdurchschnitt 10-jährige Baufinanzierung (Effektivzins) nach Daten von Bundesbank, FMH-Finanzberatung und Interhyp-Zinsbericht — gerundet und auf Jahresdurchschnitt geglättet. Werte für 2026 sind aktueller Stand zum Veröffentlichungs­zeitpunkt; eine Garantie für Aktualität wird nicht übernommen.

Was man aus der Kurve mitnimmt:

  • Lange Sicht ist „normal" 4–6 %. Wer zwischen 2014 und 2021 gekauft hat, hat eine historische Ausnahme als Normalfall erlebt.
  • Zinsschock 2022/23. Innerhalb von 18 Monaten ein Sprung von <1 % auf über 4 %. Wer bis dahin nur die Niedrigzinsen kannte, war oft überfordert.
  • Aktuelles Niveau ist tragfähig — aber nicht günstig. Eine Finanzierung um 3,3 % muss heute mit deutlich mehr Eigenkapital oder kleineren Objekten kombiniert werden, als das vor 2022 nötig war.
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Erwerbs­nebenkosten in Hessen

Der Kaufpreis ist nur ein Teil dessen, was am Notartisch gezahlt wird. In Hessen kommen typisch 9–12 Prozent an Nebenkosten obendrauf — und diese werden in der Regel nicht mitfinanziert, sondern aus Eigenkapital geleistet.

  • Grunderwerb­steuer: Aktuell 6,0 % in Hessen. Die teuerste Einzelposition, fällig wenige Wochen nach Beurkundung.
  • Notar und Grundbuch: Zusammen ca. 1,5–2,0 % des Kaufpreises — gesetzlich geregelt, hier gibt es kaum Spielraum.
  • Maklerprovision: Seit der Reform 2020 in der Regel hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Käuferseite typisch 3,57 % inklusive Mehrwertsteuer.
  • Gutachter, Sachverständige, Energieausweis: Je nach Aufwand und Objekt 500–3.000 €.
  • Umzug, Renovierung, Möbel: Wird gerne vergessen — ein realistisches Budget hierfür ist Teil einer soliden Planung.

Der Kaufpreis-Rechner oben zeigt diese Posten automatisch. Wer von „300.000 € Kaufpreis" spricht, sollte im Kopf mit gut 330.000 € Gesamtaufwand rechnen.

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Tilgung und Sondertilgung

Die Tilgung ist neben dem Zinssatz die zweite Stellschraube der monatlichen Rate — und langfristig die wichtigste für die Frage, wann Sie schuldenfrei sind.

  • 1 % Tilgung bei 4 % Zinsen: Laufzeit über 40 Jahre. Bei einem Haus, das man mit 40 kauft, ist das knapp bemessen — die letzte Rate fällt in den Ruhestand.
  • 2–3 % Tilgung ist heute der Standard bei Eigennutzern. Laufzeit 25–30 Jahre, Rate spürbar höher, aber realistisch zu bewältigen, wenn das Einkommen passt.
  • 4–5 % Tilgung ergibt eine sehr kurze Laufzeit, aber eine hohe monatliche Belastung. Sinnvoll bei sehr stabilem Einkommen und dem Wunsch, schnell entschuldet zu sein.

Sondertilgungs­rechte sind eine der wichtigsten Wahloptionen einer modernen Finanzierung. Üblich sind 5–10 % der ursprünglichen Darlehenssumme pro Jahr — kostenfrei, ohne Vorfälligkeits­entschädigung. Wer eine Bonuszahlung, eine Erbschaft oder einen Verkauf erwartet, sollte unbedingt darauf bestehen. Banken bieten Sondertilgungen meist ohne Zinsaufschlag an — man muss nur fragen.

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Zinsbindung und Anschluss­finanzierung

Die Zinsbindung legt fest, wie lange Ihr Zinssatz garantiert ist. Übliche Bindungen sind 10, 15 oder 20 Jahre. Je länger die Bindung, desto höher der Zinssatz — aber desto größer die Planungs­sicherheit.

  • 10 Jahre ist gesetzlich besonders interessant: Nach Ablauf hat der Darlehens­nehmer ein Sonder­kündigungs­recht (§ 489 BGB), unabhängig von der ursprünglich vereinbarten Laufzeit.
  • 15–20 Jahre sind sinnvoll, wenn man Stabilität sucht und mit weiter steigenden Zinsen rechnet. Aufschlag heute meist 0,2–0,4 Prozentpunkte gegenüber 10 Jahren.
  • Volltilger­darlehen über 25–30 Jahre kombinieren feste Rate mit voller Tilgung in der Zinsbindung — keine Anschluss­finanzierung nötig, dafür höhere Tilgung und entsprechende Rate.

Spätestens drei Jahre vor Ablauf der Zinsbindung sollten Sie über Forward-Darlehen oder Anschluss­finanzierung nachdenken — Zinsen kann man sich gegen einen kleinen Aufschlag bis zu 36 oder 60 Monate im Voraus sichern. Auch hier wieder: mehrere Anbieter vergleichen. Die eigene Bank macht oft kein besonders attraktives Verlängerungsangebot, weil sie weiß, dass Wechseln Aufwand bedeutet.

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Was wir als Makler nicht leisten

Diese Trennung ist nicht juristische Kleinigkeit, sondern grundsätzlich für ein seriöses Verhältnis:

  • Keine Finanzierungs­beratung. Wir geben keine Empfehlung zu Darlehenssumme, Zinsbindung, Tilgungshöhe oder einer bestimmten Bank. Diese Beratung ist gesetzlich (§ 34 i GewO) klar geregelt — und gehört in andere Hände.
  • Keine Vermittlung von Darlehens­verträgen. Wir leiten Sie nicht gegen Provision an eine Bank weiter, schließen keine Verträge in Ihrem Namen und erhalten keine Vermittlungs­gebühren von Finanzdienstleistern.
  • Keine Zusagen zur Finanzierbarkeit. Ob Ihr Wunsch­objekt zu Ihrer persönlichen Situation passt, kann nur Ihre Bank oder Ihr Finanzierungs­berater nach Sichtung Ihrer Unterlagen beurteilen.
  • Keine Garantie auf Zinsen oder Konditionen. Alle Zahlen auf dieser Seite sind Marktbeobachtung — keine Konditionen­zusage.

Was wir leisten: Sie auf das Thema aufmerksam machen, gemeinsam eine Eckdaten­einschätzung des Objekts vornehmen, das Finanzierungs­zertifikat einfordern und beim Notartermin die Sache zusammenhalten. Mehr nicht — aber das gewissenhaft.

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Warum unser Netzwerk für Käufer entscheidend ist

Wir vermitteln keine Finanzierungen — aber wir kennen die, die es tun. In über zehn Jahren Tätigkeit im Rhein-Main-Gebiet hat sich ein belastbares Netzwerk aus unabhängigen Finanzierungs­beratern, regionalen Banken und spezialisierten Sachverständigen entwickelt. Für Sie als Käufer ist das aus drei Gründen wichtig:

  • Geschwindigkeit. Bei einem guten Objekt entscheidet oft, wer als erster mit einem Finanzierungs­zertifikat aufschlägt. Über unser Netzwerk bekommen Sie innerhalb weniger Tage einen Termin bei einem erfahrenen Berater — kein „Wir melden uns dann nächste Woche".
  • Vertrauen in beide Richtungen. Wenn wir Sie an einen Finanzierungs­berater verweisen, weiß dieser, dass Sie ernsthaft kaufen — und Sie wissen, dass Sie auf eine bekannte Adresse treffen, nicht auf ein anonymes Vergleichsportal.
  • Lokales Wissen. Banken bewerten Lagen unterschiedlich. Eine Sparkasse in Darmstadt versteht den Markt rund um den Lichtenberg anders als eine bundesweite Online-Bank. Wer regional finanziert, profitiert oft von schnelleren Entscheidungen und realistischeren Bewertungen.

Wir nennen Ihnen auf Wunsch mehrere Adressen — bewusst mehrere, damit Sie vergleichen können. Wir bekommen keine Provision dafür. Das ist Teil unseres Selbst­verständnisses und einer der Gründe, warum unsere Käufer regelmäßig mit besseren Konditionen abschließen, als sie über die eigene Hausbank bekommen hätten.

Liebig Immobilien begleitet Sie bei der Suche und Abwicklung — und nennt Ihnen auf Wunsch erprobte Adressen für Finanzierung, Steuer und Recht. Provisionsfrei, transparent und unabhängig. Unverbindliches Erstgespräch vereinbaren →

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